STATUS3 Kapitel · ALS — schockbarer Rhythmus
Kammerflimmern und pulslose ventrikuläre Tachykardie · ERC 2025

ALS — schockbarer Rhythmus

VF · pVT — der Rhythmus, bei dem der Defibrillator die Therapie ist

Beim schockbaren Rhythmus ist der Strom die Behandlung, nicht das Medikament. Die ersten drei Schocks haben die höchste Wahrscheinlichkeit auf einen Kreislauf — deshalb kommen Adrenalin und Amiodaron erst danach. Und zwar während der laufenden Herzdruckmassage, nie in einer Pause dafür. Wer diese zwei Sätze verinnerlicht hat, macht beim schockbaren Rhythmus keinen Timingfehler mehr.

200 J
Erster Schock (biphasisch)
nach Schock 3
Adrenalin 1 mg
nach Schock 3
Amiodaron 300 mg
alle 3–5 min
Adrenalin wiederholen
2 min
CPR-Zyklus
Wie gut kennst du ALS — schockbarer Rhythmus?

Die Stufe beschreibt nicht den Text, sondern dich. Wähle, wo du stehst — und verdien dir die nächste, indem du die Fragen aus dem Kopf beantwortest. Dein Stand bleibt in diesem Browser gespeichert, es wird nichts übertragen.

Stufe Silber

Der Ablauf

Kreislaufstillstand erkannt, Rhythmus schockbar. Ab hier läuft alles in Zwei-Minuten-Takten. Die Rhythmusanalyse dazwischen dauert unter fünf Sekunden — jede längere Pause kostet koronaren Perfusionsdruck, der sich erst nach mehreren Kompressionen wieder aufbaut.

Schock — 2 Minuten CPR — Analyse. Dreimal. Erst dann Adrenalin 1 mg und Amiodaron 300 mg, und zwar während die Kompressionen laufen.

Die Schrittfolge

SchrittWasWarum
1. Schock200 J biphasisch, oder das gerätespezifische Maximumhöchste Erstdefibrillationserfolgsrate mit maximaler Energie
sofort CPR2 Minuten, ohne Rhythmusanalysedas Myokard braucht auch nach dem Schock Perfusion; sofortige Analyse kostet CPR-Zeit
Analyseunter 5 Sekundenjede Pause senkt den koronaren Perfusionsdruck
2. Schock200 J biphasisch
sofort CPR2 Minuten
Analyseunter 5 Sekunden
3. Schock200 J biphasisch
sofort CPR2 Minuten — jetzt die MedikamenteAdrenalin 1 mg und Amiodaron 300 mg i.v./i.o., während die Kompressionen laufen

Medikamententiming ab Schock 3

Nach Schock 3
Adrenalin 1 mg + Amiodaron 300 mg i.v./i.o.
Nach Schock 5
Adrenalin 1 mg + Amiodaron 150 mg (einmalige Zusatzdosis)
Danach Adrenalin
1 mg alle 3–5 min = jede zweite CPR-Phase
Amiodaron gesamt
300 mg + 150 mg — keine weitere Gabe
Nach jeder Gabe
mit NaCl nachspülen
Die zwei häufigsten Timingfehler

Adrenalin schon nach dem ersten Schock. Bei VF und pVT haben die ersten drei Schocks die höchste Wahrscheinlichkeit auf einen Kreislauf. Frühes Adrenalin hat hier keinen belegten Nutzen und kann Nachschockarrhythmien begünstigen. Erst nach Schock 3.

Die Kompressionen für die Injektion pausieren. Das Medikament wird während der laufenden CPR gegeben. Ohne Kompressionen kommt es ohnehin nicht dorthin, wo es wirken soll.

Parallel, ohne die Kompressionen zu unterbrechen

Wechsel alle zwei Minuten

Die Person, die drückt, wird bei jeder Rhythmusanalyse gewechselt — nicht erst, wenn sie müde wird.

Die Qualität der Kompressionen fällt messbar ab, lange bevor der Helfer es selbst merkt.

Der Wechsel geschieht in derselben unter fünf Sekunden dauernden Pause wie die Analyse.

Selbsttest Silber

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Erst denken, dann aufdecken. Nur was du aus dem Kopf beantwortest, zählt.

1 Wann bekommt ein Patient mit Kammerflimmern das erste Adrenalin — und warum nicht früher?Aufdecken
Nach dem dritten Schock, während der darauffolgenden CPR-Phase. Grund: Bei VF und pVT haben die ersten drei Schocks die höchste Wahrscheinlichkeit auf einen Kreislauf. Adrenalin erhöht zwar die koronare Perfusion, kann aber auch Nachschockarrhythmien begünstigen — der Nutzen überwiegt erst, wenn drei Schocks erfolglos waren.
2 Dein Kollege will die Kompressionen kurz stoppen, damit du das Amiodaron sicher spritzen kannst. Was sagst du?Aufdecken
Nein. Das Medikament wird während der laufenden Herzdruckmassage gegeben. Ohne Kompressionen gibt es keinen Fluss — das Medikament bliebe im Zugang stehen und käme nicht ans Herz. Jede Unterbrechung senkt zusätzlich den koronaren Perfusionsdruck, der sich erst über mehrere Kompressionen wieder aufbaut.
3 Wie viel Amiodaron bekommt der Patient insgesamt und wann?Aufdecken
300 mg nach dem dritten Schock und eine einmalige Zusatzdosis von 150 mg nach dem fünften Schock. Zusammen 450 mg. Danach keine weitere Gabe. Adrenalin läuft dagegen weiter — 1 mg alle 3 bis 5 Minuten, also jede zweite CPR-Phase.
4 Wie lange darf die Rhythmusanalyse dauern und warum ist das so streng?Aufdecken
Unter fünf Sekunden. Der koronare Perfusionsdruck, den die Kompressionen aufbauen, fällt bei jeder Unterbrechung sofort ab und braucht danach mehrere Kompressionen, um sich wieder aufzubauen. Lange Pausen kosten also mehr als die Zeit, die sie dauern.
Silber erreicht

Du kannst den Algorithmus für den schockbaren Rhythmus sicher abarbeiten und kennst die zwei Timingfehler. Die nächste Stufe erklärt die Ausnahme von der Regel — die Stacked Shocks — und die reversiblen Ursachen.

Stufe Gold

Ausnahmen und Ursachen

Der Standardalgorithmus gilt für den unbeobachteten Stillstand. Es gibt genau eine Konstellation, in der er durchbrochen werden darf — und sie ist an drei Bedingungen geknüpft, die alle gleichzeitig erfüllt sein müssen.

Stacked Shocks — die einzige Ausnahme

Drei Schocks in rascher Folge, ohne CPR dazwischen. Erlaubt nur, wenn alle drei Bedingungen erfüllt sind:

Der Grund: In den ersten Sekunden nach Beginn eines beobachteten Kammerflimmerns ist das Myokard noch gut oxygeniert. Kurze CPR-Pausen für sofortige Folgeschocks sind hier vertretbar, weil die Chance auf einen Kreislauf durch rasches Defibrillieren den kurzen CPR-Ausfall überwiegt.

Die Falle beim Medikamententiming

Die drei Stacked Shocks zählen als Schock 1 bis 3 im Algorithmus.

Adrenalin und Amiodaron kommen also regulär nach den Stacked Shocks — nicht früher, nur weil drei Schocks schnell hintereinander abgegeben wurden.

Danach geht es im Standardablauf weiter: 2 Minuten CPR, Analyse, Schock 4.

Nicht bei unbeobachtetem Stillstand

Bei unbeobachtetem Arrest oder längerer Downtime gilt der Standardalgorithmus.

Das Myokard ist dann nicht mehr oxygeniert und braucht zuerst Perfusion durch Kompressionen, bevor ein Schock überhaupt eine Chance hat.

4H und 4T — die eigentliche Therapie

4 H4 T
HypoxieThrombose koronar — Myokardinfarkt
HypovolämieThrombose pulmonal — Lungenembolie
Hypo- oder Hyperkaliämie und andere ElektrolytstörungenTension-Pneumothorax — Spannungspneumothorax
HypothermieTamponade — Perikardtamponade
(zusätzlich: Hypoglykämie)

Ein Kreislaufstillstand mit behandelbarer Ursache ist nur so lange behandelbar, wie jemand die Ursache sucht. Das Durchgehen der 4H und 4T ist keine Nebentätigkeit während der Reanimation — bei ursächlich bedingtem Stillstand ist es die Therapie.

Die Kapnographie als Rückmeldung

Übergabe nach ISBAR

Die Zahl, die in jede Übergabe gehört

Der erste dokumentierte Rhythmus. Er bestimmt die Prognose stärker als fast alles andere und lässt sich später nicht mehr rekonstruieren.

Dazu: Zeitpunkt des Kollapses, Zeitpunkt des CPR-Beginns, Anzahl der Schocks.

Selbsttest Gold

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Erst denken, dann aufdecken. Nur was du aus dem Kopf beantwortest, zählt.

1 Ein Patient kollabiert vor deinen Augen am Monitor, das EKG zeigt Kammerflimmern. Was darfst du hier, was sonst verboten wäre?Aufdecken
Stacked Shocks — drei Schocks in rascher Folge ohne CPR dazwischen. Erlaubt, weil alle drei Bedingungen erfüllt sind: witnessed, monitored, schockbar. Das Myokard ist in den ersten Sekunden noch gut oxygeniert, deshalb überwiegt die Chance auf raschen ROSC den kurzen CPR-Ausfall. Danach sofort 2 Minuten CPR und weiter im Standardalgorithmus.
2 Nach drei Stacked Shocks — gibst du jetzt Adrenalin oder wartest du?Aufdecken
Jetzt. Die drei Stacked Shocks zählen als Schock 1 bis 3 im Algorithmus. Adrenalin 1 mg und Amiodaron 300 mg kommen also regulär in der darauffolgenden CPR-Phase. Der schnellere Ablauf ändert die Zählung nicht.
3 Warum ist das Durchgehen der 4H/4T bei einem Kreislaufstillstand keine Nebentätigkeit?Aufdecken
Weil ein Stillstand mit behandelbarer Ursache nur so lange behandelbar ist, wie jemand die Ursache sucht. Bei Hypovolämie, Spannungspneumothorax, Tamponade oder Hyperkaliämie ist das Beheben der Ursache die eigentliche Therapie — Kompressionen und Schocks überbrücken nur die Zeit bis dahin.
4 Das etCO₂ steigt während der Reanimation plötzlich von 12 auf 38 mmHg. Was bedeutet das?Aufdecken
Mit hoher Wahrscheinlichkeit ein wiedererlangter Kreislauf. Ein plötzlicher, deutlicher Anstieg ist oft das erste Zeichen — noch vor dem tastbaren Puls. Es lohnt sich, bei der nächsten Analyse gezielt auf Rhythmus und Puls zu prüfen, statt die Kompressionen für eine Zwischenkontrolle zu unterbrechen.
5 Welche einzelne Angabe darf bei der Übergabe nie fehlen?Aufdecken
Der erste dokumentierte Rhythmus. Er bestimmt die Prognose stärker als fast alles andere und lässt sich im Nachhinein nicht mehr rekonstruieren. Dazu gehören Kollapszeitpunkt, Beginn der Wiederbelebung und die Anzahl der Schocks.
Gold erreicht

Du kennst die Ausnahme, ihre Bedingungen und die reversiblen Ursachen. Die Master-Stufe geht an die Evidenz — und an die Stellen, an denen sich Leitlinien und Lehrbücher widersprechen.

Stufe Master

Die Begründung

Der Algorithmus wirkt wie eine feste Ordnung. Tatsächlich ist fast jeder seiner Schritte das Ergebnis einer Abwägung, und mehrere davon sind bis heute umstritten. Wer ihn unterrichtet, sollte wissen, welche.

Was gegenüber älteren Fassungen weggefallen ist

Früher gelehrtHeuteBegründung
Atropin bei Asystolie und PEAnicht mehr empfohlenseit ERC 2015 gestrichen, in ERC 2025 bestätigt — kein belegter Nutzen
Natriumbicarbonat routinemäßignur bei gesicherter Indikationdokumentierte Hyperkaliämie oder Intoxikation mit trizyklischen Antidepressiva
Milde Hypothermie 32–34 °C als Standardaktive FieberpräventionTTM2-Trial 2021: kein Vorteil gegenüber normothermem Temperaturmanagement
Sofortige Koronarangiographie nach jedem ROSCnur bei ST-HebungCOACT und TOMAHAWK: kein Vorteil ohne ST-Hebung im EKG nach ROSC

Post-ROSC — die fünf Zielgrößen

ParameterZielWarum genau dort
SpO₂94–98 %Hyperoxie erzeugt freie Radikale und schädigt das Gehirn; Hypoxie verursacht den sekundären Hirnschaden
paCO₂ / etCO₂Normokapnie, 35–45 mmHgHypokapnie verengt die Hirngefäße, Hyperkapnie fördert das Hirnödem
Systolischer Blutdruck≥ 100 mmHgkoronare und zerebrale Reperfusion sicherstellen
MAP≥ 65 mmHg
Blutzucker7–10 mmol/l (126–180 mg/dl)Hypo- und Hyperglykämie beide vermeiden
Temperatur32–36 °C, kein Fieberaktive Fieberprävention ≤ 37,5 °C für mindestens 72 h beim komatösen Patienten
Die Merkhilfe für TTM

Kein Fieber, kein Frost.

Milde Hypothermie kann erwogen werden, ist aber seit TTM2 nicht mehr die Standardempfehlung. Entscheidend ist, dass die Temperatur nicht über 37,5 °C steigt.

Koronarangiographie nach ROSC

Hintergrund: Nach einem Kreislaufstillstand ist die Prävalenz okkulter Koronarobstruktionen hoch, und bei ST-Hebung verbessert die sofortige Intervention das Überleben. Ohne ST-Hebung ist dieser Nutzen jedoch nicht belegt — das ist das Ergebnis der Studien COACT und TOMAHAWK.

Warum das Adrenalintiming eine Abwägung bleibt

Adrenalin erhöht über die α-vermittelte Vasokonstriktion den koronaren Perfusionsdruck — das ist der belegte Nutzen. Gleichzeitig steigert es den myokardialen Sauerstoffverbrauch und kann Nachschockarrhythmien begünstigen. Beim schockbaren Rhythmus, wo die Defibrillation die eigentliche Therapie ist, überwiegt der Nutzen deshalb erst, wenn drei Schocks erfolglos blieben. Beim nicht-schockbaren Rhythmus fällt die Abwägung anders aus: Dort gibt es keine Alternative, und Adrenalin wird sofort gegeben, sobald ein Zugang liegt.

Der Kontrast, der es lehrbar macht

Schockbar: Der Strom ist die Therapie. Das Medikament wartet bis Schock 3.

Nicht schockbar: Es gibt keinen Strom. Das Medikament kommt sofort.

Merkhilfe: Schock oder Stich. Wer den Rhythmus benennt, hat das Timing schon entschieden.

Sonderfall Lungenembolie

Bei gesicherter oder hochgradig vermuteter Lungenembolie als Ursache ist die Thrombolyse während der Reanimation eine Option. Danach gilt: Die Wiederbelebung wird mindestens 60 bis 90 Minuten fortgeführt, weil das Lysemittel Zeit braucht, um zu wirken. Wer nach 20 Minuten abbricht, hat die Therapie begonnen, aber nicht zu Ende geführt.

Medikamente im Überblick

MedikamentDosisWann
Adrenalin1 mg i.v./i.o.nach Schock 3, dann alle 3–5 min
Amiodaron300 mg, dann einmalig 150 mgnach Schock 3, Zusatzdosis nach Schock 5
Atropinnicht mehr empfohlen
Natriumbicarbonat50 mmol (50 ml 8,4 %)nur bei dokumentierter Hyperkaliämie oder Intoxikation mit trizyklischen Antidepressiva
Kalziumchlorid10 ml 10 %nur bei gesicherter Hyperkaliämie, Hypokalzämie oder Kalziumantagonisten-Intoxikation

Selbsttest Master

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Erst denken, dann aufdecken. Nur was du aus dem Kopf beantwortest, zählt.

1 Warum wird beim schockbaren Rhythmus mit dem Adrenalin gewartet, beim nicht-schockbaren aber nicht?Aufdecken
Weil die Abwägung anders ausfällt. Adrenalin erhöht den koronaren Perfusionsdruck, steigert aber auch den myokardialen Sauerstoffverbrauch und kann Nachschockarrhythmien begünstigen. Beim schockbaren Rhythmus ist die Defibrillation die wirksamere Therapie — der Nutzen des Medikaments überwiegt erst nach drei erfolglosen Schocks. Beim nicht-schockbaren Rhythmus gibt es keine Alternative, deshalb sofort.
2 Ein Kollege will einen Patienten nach ROSC ohne ST-Hebung sofort ins Herzkatheterlabor bringen. Wie ordnest du das ein?Aufdecken
Nicht notfallmäßig indiziert. COACT und TOMAHAWK haben gezeigt, dass die sofortige Koronarangiographie ohne ST-Hebung keinen Überlebensvorteil bringt. Empfohlen ist stattdessen, sie innerhalb von 24 Stunden zu erwägen. Ausnahme: eine hämodynamische Instabilität, die sich durch eine koronare Ursache erklären lässt.
3 Was hat sich beim Temperaturmanagement geändert und warum?Aufdecken
Die milde Hypothermie von 32–34 °C ist nicht mehr Standardempfehlung. Der TTM2-Trial von 2021 fand keinen Vorteil gegenüber einem normothermen Temperaturmanagement. Geblieben ist die aktive Fieberprävention auf höchstens 37,5 °C für mindestens 72 Stunden beim komatösen Patienten. Merkhilfe: kein Fieber, kein Frost.
4 Warum muss man nach einer Lyse bei Lungenembolie besonders lange reanimieren?Aufdecken
Weil das Lysemittel Zeit braucht, um den Thrombus aufzulösen. Die Empfehlung lautet, die Wiederbelebung mindestens 60 bis 90 Minuten fortzuführen. Ein Abbruch nach der üblichen Dauer würde bedeuten, die Therapie begonnen, aber nicht zu Ende geführt zu haben — und genau bei diesen Patienten gibt es Überlebende nach sehr langer Reanimation.
5 Warum ist die Obergrenze von 98 % SpO₂ nach ROSC keine Kleinigkeit?Aufdecken
Weil Hyperoxie schadet: Sie fördert die Bildung freier Radikale und verschlechtert das neurologische Ergebnis. Der Reflex, nach der Reanimation den Sauerstoff einfach auf 100 % zu lassen, ist deshalb falsch. Ziel ist 94–98 % — hoch genug, um den sekundären Hirnschaden durch Hypoxie zu vermeiden, niedrig genug, um den Reperfusionsschaden nicht zu verstärken.
Master erreicht

Du kannst den Algorithmus nicht nur abarbeiten, sondern jede seiner Entscheidungen begründen — einschließlich der Punkte, an denen ältere Lehrbücher überholt sind.

Wo es vorkommt

ALS — schockbarer Rhythmus im Einsatz

Quellen & Stand: ERC Guidelines 2025 (European Resuscitation Council, publiziert in Resuscitation) — Algorithmus, Energiestufen, Medikamententiming, Stacked Shocks, Post-Resuscitation Care. Studienbezug: TTM2-Trial 2021 (Temperaturmanagement), COACT und TOMAHAWK (Koronarangiographie ohne ST-Hebung). Aufbereitet über den projekteigenen ERC-2025-Referenzskill, Stand Juli 2026. Nächste Prüfung: Juli 2027. AT/DE: Die Energiestufen richten sich nach dem eingesetzten Gerät — für corpuls³ gilt die gerätespezifische Vorgabe der lokalen SOP. Lern- und Lehrhilfe, kein Ersatz für lokale SOP, ärztliche Anordnung und individuelle Entscheidung.
Wichtiger Hinweis: STATUS3 dient der Aus- und Fortbildung und ist keine verbindliche Handlungsanweisung. Maßgeblich sind die aktuelle Leitlinie, die ärztliche Anordnung und die gültige lokale SOP. Dosierungen und Algorithmen sind vor jeder Anwendung zu prüfen. Die Nutzung erfolgt in eigener fachlicher Verantwortung. Stand dieses Kapitels: Juli 2026.