Ein Kind wiegt nicht, was es wiegen sollte, und niemand hat eine Waage dabei. Trag ein, was du weißt — Alter, Länge oder Gewicht — und du bekommst alle gewichtsabhängigen Werte auf einmal. Jede Zahl zeigt ihren Rechenweg. Prüf ihn, bevor du sie verwendest.
Dies ist eine Rechenhilfe, keine Therapieempfehlung. Sie nimmt dir das Kopfrechnen ab, nicht die Entscheidung. Jeder Wert ist gegen die gültige Leitlinie und die lokale SOP zu prüfen, bevor er angewendet wird.
Wenn ein gemessenes Gewicht vorliegt oder die Eltern es sicher kennen, ist es jeder Schätzung überlegen. Trag es dann direkt ein.
Diese Zeilen beruhen auf allgemein gelehrten Formeln, die ich für diese Seite nicht gegen die aktuelle ERC-Fassung verifizieren konnte. Sie stehen hier, weil sie gebraucht werden — aber sie sind ausdrücklich als ungeprüft markiert.
Bevor diese Seite in den Dienst geht, gehören sie gegen ERC 2021/2025 und die lokale SOP abgeglichen. Alle übrigen Werte stammen aus dem geprüften PALS-Kapitel dieser Plattform.
Beim Erwachsenen sind Dosierungen feste Zahlen — 1 mg Adrenalin, 300 mg Amiodaron. Beim Kind ist jede Zahl ein Produkt, und jedes Produkt braucht einen Faktor, den niemand kennt: das Gewicht.
Aus dieser Struktur folgt die typische Verwechslung. Adrenalin beim Kind sind 10 µg/kg — bei einem Vierjährigen also 160 Mikrogramm, nicht 160 Milligramm und nicht 1 Milligramm. In deinem eigenen PALS-Kapitel steht diese Verwechslung als erste Red Flag: „Falsche Dosierung — µg/kg mit mg verwechselt."
| Weg | Genauigkeit | Wann |
|---|---|---|
| Gemessen oder von den Eltern | am genauesten | immer bevorzugen, wenn verfügbar |
| Nach Körperlänge | gut | bewusstlos, Eltern nicht dabei — dafür gibt es Notfallmaßbänder |
| Nach Alter | am gröbsten | wenn nichts anderes da ist |
Die Altersformeln unterschätzen bei größeren Kindern systematisch — in Untersuchungen bei Sechs- bis Zehnjährigen im Mittel um mehrere Kilogramm. Deshalb ist die Länge der bessere Weg, wenn du keine Angabe hast, und deshalb arbeiten Notfallmaßbänder nach diesem Prinzip.
Rechne den Wert nach, den du gibst. Nicht weil der Rechner falsch rechnet — sondern weil du derjenige bist, der die Spritze aufzieht. Der sichtbare Rechenweg unter jeder Zahl ist genau dafür da.